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Maschenprobe umrechnen, so passt jede Anleitung

Dein Garn hat andere Werte als die Anleitung? Kein Problem, mit dieser Methode rechnest du schnell um.

Wenn du ein Ersatzgarn verwendest oder einfach anders strickst als die Anleitung, kannst du mit deiner Maschenprobe die Maschenzahl so ausrechnen, dass am Ende die Form trotzdem stimmt. Eine einfache Formel reicht dafür aus.

Die Formel

Umrechnungsfaktor = Maschen laut Anleitung ÷ deine Maschen aus der Maschenprobe

Multipliziere alle Maschenzahlen in der Anleitung mit diesem Faktor, damit das Stück am Ende die richtige Größe hat. Für Reihen funktioniert es genauso: Faktor Reihen = Reihen laut Anleitung ÷ deine Reihen aus der Maschenprobe.

Zwei Beispiele

Deine Probe ist dichter als die Anleitung

Stell dir vor: Die Anleitung gibt 22 Maschen auf 10 cm an, aber bei deiner Probe kommen 25 raus. Das passiert oft, wenn du ein feineres Garn nimmst oder von Natur aus enger strickst.

Faktor = 22 ÷ 25 = 0,88

Dein Faktor ist 0,88. Überall wo die Anleitung 100 Maschen angibt, strickst du nur 88. Das stimmt trotzdem, weil deine Maschen kleiner sind und du deshalb weniger davon brauchst.

Deine Probe ist lockerer als die Anleitung

Diesmal zeigt deine Probe nur 18 Maschen auf 10 cm, die Anleitung erwartet aber 22. Das ist typisch, wenn du ein dickeres Garn verwendest oder zu größeren Nadeln greifst.

Faktor = 22 ÷ 18 = 1,22

Dein Faktor ist 1,22. Aus 100 Anleitung-Maschen werden bei dir 122. Du strickst lockerer, deshalb brauchst du mehr Maschen, damit das Stück genauso breit wird.

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Häufige Fragen

Wie rechne ich eine Maschenprobe um?

Teile die Maschenzahl aus der Anleitung durch deine eigene Maschenzahl aus der Probe. Das Ergebnis ist dein Umrechnungsfaktor. Multipliziere alle Maschenzahlen in der Anleitung mit diesem Faktor.

Was ist der Umrechnungsfaktor?

Der Umrechnungsfaktor ist eine Zahl, mit der du alle Maschenzahlen in der Anleitung multiplizierst, damit das fertige Stück die richtige Größe hat. Du berechnest ihn, indem du die Maschen aus der Anleitung durch deine eigenen Maschen aus der Probe teilst (das Ergebnis dieser Division nennt man auch Quotient). Ist der Faktor kleiner als 1, strickst du dichter als die Anleitung. Ist er größer als 1, strickst du lockerer.

Muss ich auch die Reihen umrechnen?

Für die Breite eines Stücks zählen die Maschen. Für die Länge zählen die Reihen. Wenn deine Reihenmaschenprobe ebenfalls abweicht, solltest du auch die Reihenzahlen anpassen, besonders bei Abnahmen und Zunahmen. Besonders wichtig ist das auch, wenn du für eine andere Person strickst und Anprobieren nicht möglich ist: Hier gibt es keinen Spielraum zum Nachmessen unterwegs.

Was tue ich, wenn der Umrechnungsfaktor sehr weit von 1 abweicht?

Bei einem Faktor unter 0,85 oder über 1,15 empfehlen wir, entweder die Nadelstärke zu ändern oder ein Garn mit ähnlicherer Maschenprobe zu wählen. Große Abweichungen machen das Umrechnen fehleranfällig.

Maschenprobe umrechnen — so passt jede Anleitung